Bildbearbeitung

Um zu guten Druckplatten zu kommen müssen die Tonwerte der Bildvorlage zum Teil stark verschoben werden. In den ersten Arbeitsschritten stellt man das Bild so ein, daß es für den Ausdruck auf Papier im Allgemeinen geeignet ist. Der Bildschirm selbst zeigt einen deutlich größeren Tonwertumfang, wie dieser auf Papier dargestellt werden kann. Besonders bei unbeschichteten Papieren werden im Ausdruck Differenzierungen ab etwa 80 % Schwarz kaum noch sichtbar, während am Bildschirm kleinste Unterschiede sichtbar bleiben. Deshalb werden im ersten Arbeitschritt dunkle Bildbereiche deutlich aufgehellt, damit sie auf dem Papier nicht “zugehen”.

Erst im zweiten Arbeitsschritt wird das Bild für den Photopolymerausdruck eingestellt, was wieder eine deutlich sichtbare Aufhellung des Bildes bedeutet. In unserem Beispiel wird der 100% Schwarzpunkt auf 83 % Schwarz heraufgesetzt, damit im Ausdruck eine Art Korn entsteht, das letztendlich die Druckfarbe halten kann.

1.Vorbereitung für den Ausdruck auf Papier im Allgemeinen

photopolymer gravure

Öffnen Sie das Bild in Photoshop

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Gute Ergebnisse erhalten Sie ab einer Bildauflösung von etwa 300 dpi in Originalgröße

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Falls noch nicht geschehen, rechnen Sie das Bild als Graustufenbild um.

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Öffnen Sie den Dialog “Tonwertkorrektur”.

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Im Dialogfenster wird Ihnen die Tonwertverteilung angezeigt. Sollten links und rechts leere oder beinahe leere Flächen im Diagramm erscheinen, dann schieben Sie die beiden äußeren Regler an die äußeren Punkte, in der Bewegung im Diagramm beginnt. Damit erreichen Sie im bild deutlich definierte Punkte von 100 % Schwarz und von 0 % Schwarz. Durch den mittleren Regler habe ich die Tonwerte dazwischen deutlich aufgehellt, weil im Ausdruck sonst zu wenig Differenzierungen zeigen würden. Die Infopalette bleibt während des Vorgangs immer geöffnet: Sie können während des Vorgangs z.B. immer wieder Bildteile messen (unter “K” wird die Helligkeit in Prozenten angegeben) und die gemessen Stellen mit einen Graukeil vergleichen, um die tatsächliche Darstellung im Ausdruck abschätzen zu können.

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2. Berechnung für den Photopolymerdruck

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Öfnnen Sie “Gradationskurven”.

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Durch Graukeile habe ich ermittelt, daß mein Schwarzpunkt für den Tiefdruck bei 83 % Schwarz liegt. Also verschiebe ich den 100 % Schwarzpunkt auf 83 % Schwarz- die restlichen Tonwerte laufen dazu linear, was bei den meisten Druckern der Fall sein wird. So ist das Motiv jetzt fertig für den Ausdruck auf Transparentfolie für die anschließende Belichtung auf Platte.

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"Jesus", Armin Krüger, Motiv: 34 X 60 cm, Papiergröße 58 X 78 cm, 2013

Hier das gedruckte Bild nach den diesen Einstellungen.
“Jesus”, Armin Krüger, Motiv: 34 X 60 cm, Papiergröße 58 X 78 cm, 2013.

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