Einmalbelichtung

Die Einmalbelichtung kann für alle Motive gut angewandt werden, die direkt aus dem Computer generiert werden können. Also die ideale Lösung, um digitale Motive auf Druckplatten zu übertragen. Bei der Doppelbelichtung wird mit einem Aquantintascreen die Druckplatte erst aufgerastert, bevor das eigentliche Motiv auf die Platte belichtet wird. Bei der Einmalbelichtung dagegen werden die Tonwerte des Bildes soweit aufgehellt, daß der Inkjetdrucker automatisch ein Bildkorn erzeugt, dass im Druck den Originaltonwerten des Motivs entspricht. Wie immer hilft bei der genauen Ermittlung der richtigen Werte ein Graukeil (siehe “Arbeiten mit Graukeilen”).

Hier ein Beispiel in Kurzform für die Arbeitsweise bei einer Einmalbelichtung:

1. Eine Fotovorlage wird in Photoshop in ein Graustufenbild umberechnet und Bildbereiche mit Hilfe der Tonwertkorrektur in genau 100 % Schwarz und 0 % Schwarz definiert. Eventuell müssen noch Tonwertverschiebungen in den dunklen Bereichen für den Druck auf saugfähigen matten Papier vorgenommen werden, dazu konkreter im Kapitel “Bearbeitung der Bildvorlagen”.

einmal_01

2. Mit “Gradationskurven” erhöhen Sie den Schwarzpunkt von 100 % zu in diesem Fall 83 % Schwarz. Der genaue Wert wurde vorher mit Hilfe von Graukeilen ermittelt. Mit der Pipette können Sie die genauen Werten immer im Infofenster überprüfen.

einmal_02

Das Bild ist jetzt sichtbar heller. Der Drucker bildet jetzt in den dunklen Bereichen statt einer geschlossenen Fläche ein feines dichtes Korn.

3. Das Motiv wird auf eine Transparentfolie ausgedruckt und die ImageOn Platte belichtet. Nach dem Auswaschen und Fertigstellen der Druckplatte bekommt man wieder die übersprünglich festgelegten Tonwerte zurück:

Praktica Digital Camera

Zusammenfassung

Die Einmalbelichtung stellt eine deutliche Abkürzung und damit Vereinfachung im Vergleich zur Doppelbelichtung dar, weshalb ich dieses Verfahren immer bevorzuge. In der Regel wird nur der Schwarzpunkt des Bildes und damit alle anderen Tonwerte entsprechend linear zu dieser Verschiebung angepaßt.

Es kann aber sein, daß auf Druckern, die mit Tinten mit sehr wenig Deckkraft arbeiten, die Tonwertkurven sehr stark verschoben werden müssen, um im Tiefdruck wieder die richtigen Tonwerte zu erhalten. Das erhöht die Gefahr von Belichtungsfehlern und Ausschußplatten sehr stark, weil kleine Belichtungsungenauigkeiten auf ein sehr enges Tonwertsprektrum viel stärkere Auswirkungen haben als auf ein Bild mit sehr weit angelegten Tonwertspektrum. In diesem Fall ist es empfehlnswert auf die etwas schwierigere Doppelbelichtung wieder zurückzugreifen, also auf eine transparente Vorlage zurückzugreifen, die in den Tonwerten kaum bearbeitet wurde. Mit der Vorbelichtung mit Aquatintascreen kann dann die nötige Schwärze in den dunklen Bildbereichen erzeugt werden.

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